Wolkenunterarten

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Wolkenunterarten:

Bei der Wolkenbestimmung und –klassifikation können die meisten der zehn Wolkengattungen und vierzehn Wolkenarten weiter unterteilt werden, und zwar jeweils in Wolkenunterarten.

Wolkenunterarten beziehen sich in der Regel auf die interne Struktur der Wolke, auf die Anordnung der Wolkenelemente sowie auf die Lichtdurchlässigkeit der Wolke. So gibt es zum Beispiel eine wellenförmige Anordnung von Wolkenelementen (Bezeichnung: undulatus), die es bei den Wolkengattungen Cirrocumulus, Cirrostratus, Altocumulus, Altostratus, Stratocumulus und Stratus gibt. Ein anderes Beispiel: Eine löchrige Struktur in Wolkenelementen (Bezeichnung: lacunosus) gibt es bei den Wolkengattungen Cirrocumulus, Altocumulus und Stratocumulus.

Die meisten Wolkenunterarten kommen bei mehreren Wolkengattungen und Wolkenarten vor. Beobachtet man den Himmel, so können zur gleichen Zeit auch an einer Wolke selbst mehrere Unterarten existieren. So kann zum Beispiel ein Altocumulus stratiformis gleichzeitig die Unterarten “Translucidus”, “Radiatus” und auch “Undulatus” aufweisen. Nur “Translucidus” und “Opacus” schließen sich gegenseitig aus, wenn man nur eine Stelle am Himmel beobachtet.

Die Wolkenunterarten:

intortus – verwickelte Anordnung (Cirrus)
vertebratus – fischgrätenförmige Anordnung (Cirrus)
undulatus – wellige Anordnung (Cirrocumulus, Cirrostratus, Altocumulus, Altostratus, Stratocumulus, Stratus)
radiatus – strahlenförmige Anordnung (Cirrus, Altocumulus, Altostratus, Stratocumulus, Cumulus)
lacunosus– löchrige Anordnung (Cirrocumulus, Altocumulus, Stratocumulus)
duplicatus – doppelte/mehrfache Anordnung (Cirrus, Cirrostratus, Altocumulus, Altostratus, Stratocumulus)
translucidus – hell, lichtdurchlässig (Altocumulus, Altostratus, Stratocumulus, Stratus)
opacus – dunkel, lichtundurchlässig (Altocumulus, Altostratus, Stratocumulus, Stratus)
perlucidus – hindurchscheinend (zwischen den Wolkenelementen) (Altocumulus, Stratocumulus)

Daneben wird weiter unterschieden in:
Sonderformen und Begleitwolken.

(Text + Bild, alle Rechte: Dr. Martin Gudd)
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