Sonderformen

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Sonderformen:

Als Sonderformen bezeichnet man in der Wolkenklassifikation besondere Erscheinungen, die im Zusammenhang mit einigen Wolken auftreten können. Es handelt sich dabei um sichtbare, auffallende Erscheinungen an den jeweiligen Wolken bzw. nahe der jeweiligen Wolken, wobei es sich jedoch nicht um eigenständige neue Wolkenbildungen handelt. Daher wird auf die Bezeichnung “Sonderform” zurückgegriffen.

Hierzu zählen Niederschlagsfallstreifen (Virga, Praecipitatio), hängende Quellformen an Wolken (Mamma), Wolkenwalzen (Arcus), die Ambossform eines Cumulonimbus capillatus (Incus), Trombenerscheinungen (Tuba) sowie – neu seit 2017 – chaotische Wellenformen an der Unterseite einer Wolkenschicht (Asperitas), kreisförmige bzw. langgestreckte Löcher mit Virgafahnen in Schichtwolken (Cavum), wellenähnliche Formen auf der Oberseite von Wolken (Fluctus), sowie murus und cauda (Einträge in Kürze).

(Text + Bild, alle Rechte: Dr. Martin Gudd)
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