Fibratus (fib)

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Fibratus (fib):

(lat. fibratus = faserig)

Diese Wolkenart gibt es bei Cirrus und Cirrostratus. Diese Klassifizierung gehört damit zu den hohen Wolken. Sie wird seit 1951 verwendet (vorher: filosus).

Es handelt sich um vereinzelte Wolken (Cirrus fibratus) oder um einen Wolkenschleier (Cirrostratus fibratus), wobei eine deutlich sichtbare „faserige“ Struktur zu sehen ist. Diese Fasern verlaufen geradlinig oder mehr oder weniger gekrümmt und können auch untereinander verwoben sein.

Nicht zu Fibratus gehören: Wolkenfasern, die hakenförmig enden (Uncinus). Wolkenfasern, die büschel- und flockenförmig enden (Floccus).

Beim Cirrus fibratus werden noch mehrere Unterarten (intortus, radiatus, vertebratus, duplicatus) sowie Sonderformen (mamma, bisweilen virga) unterschieden. Beim Cirrostratus fibratus kommen zwei Unterarten (duplicatusundulatus) vor. Damit können diese Wolken bei ihrem Auftreten genau klassifiziert werden.

Für eine Wettervorhersage sind Cirrus und Cirrostratus mit die wichtigsten Wolken. Denn sie ziehen oberhalb von etwa 5 bis 7 Km mit dem stärksten Wind in der Troposphäre und zeigen daher oft Wetterveränderungen schon weit im Voraus an. Umfassende Informationen vermitteln Ihnen hier die Seminare/Vorträge „Die Wolken – lesen lernen…“ sowie „Der Himmel – Farben und Formen richtig interpretieren“.

(Text + Bild, alle Rechte: Dr. Martin Gudd)
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