Lenticularis (len)

L

Lenticularis (len):

(lat. lens, Verkleinerung: lenticula = Linse)

Diese Wolkenart gibt es bei den Wolken, die sich sowohl horizontal als auch vertikal entwickeln können, und zwar bei Cirrocumulus, Altocumulus (= Altocumulus lenticularis) und Stratocumulus. Die Bezeichnung “Lenticularis” wurde erstmals 1894 verwendet.

Lenticularis-Wolken sind linsen- oder mandelförmig. Häufig besitzen diese Wolken und die Wolkenränder ein glattes Aussehen. Bisweilen können mehrere Lenticularis-Formen übereinander entstehen.

Lenticularis-Wolken spielen bei der Wettervorhersage eine wichtige Rolle. Denn sie zeigen an, dass Luft gezwungen wird, über ein Hindernis zu strömen. Dieses Hindernis können Gebirge und Hügel, aber auch andere Luftmassen (Kaltluftkörper) oder gar eine andere Wolke sein. Vor allem in gebirgigen Regionen treten diese Wolken häufig auf und sie sind als Föhn-Wolken weithin bekannt.

Umfassende Informationen vermitteln Ihnen hier die Seminare/Vorträge „Die Wolken – lesen lernen…“ sowie „Der Himmel – Farben und Formen richtig interpretieren“.

(Text + Bild, alle Rechte: Dr. Martin Gudd)
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Nimbostratus (Ns)

N

Nimbostratus (Ns):

Dies ist die typische Regen- oder Schneewolke. Wenn sie auftritt, produziert sie in der Regel Dauerregen- oder Dauerschneefälle, sie ist daher immer Bestandteil von größeren Wettersystemen. Der Ns – als eine von zehn Wolkengattungen – ist eine Wolke mit großer vertikaler Erstreckung, gehört damit zu den Mischwolken. Er besitzt zwar seinen Schwerpunkt im mittleren Wolkenstockwerk, die gesamte Wolke kann sich jedoch über alle Wolkenstockwerke erstrecken. Nimbostratus wird als Bezeichnung seit dem Jahre 1930 verwendet.

Der Ns ist eine oft konturlose, dunkle Wolkenmasse, aus der meist Niederschlag in Form von Regen oder Schnee fällt.

Hinweis: In der Regel werden alle Dauerregen- oder Dauerschneefälle durch einen Ns verursacht. Weil jedoch unterhalb des Ns aufgrund des fallenden Niederschlags und der hohen Feuchtigkeit meist noch andere Wolken vorhanden sind (Stratocumulus, Stratus, Cumulus), ist der eigentliche Ns vom Erdboden aus nur selten sichtbar. Aus diesem Grund sind die allermeisten Abbildungen von Ns in Büchern und anderen Publikationen verkehrt und zeigen meist nur die Begleitbewölkung des Ns.

Für den Ns existieren keine Arten bzw. Unterarten, es kommen mehrere Sonderformen vor (praecipitatio, virga, pannus). Sofern Nimbostratus nicht unmittelbar als eigenständige Wolkengattung entsteht, kann sich Ns indirekt auch aus den Mutterwolken Cumulus und Cumulonimbus  entwickeln.

Dem Nimbostratus selbst kommt bei der Wettervorhersage eine geringere Bedeutung zu, hauptsächlich dadurch, weil er so selten in seiner reinen Form zu sehen ist. Der Entwicklung seiner tiefen Begleitbewölkung kommt erheblich größere Bedeutung zu, insbesondere bei der Abschätzung der dem Niederschlag folgenden Wetterbesserung. Umfassende Informationen vermitteln Ihnen hier die Seminare/Vorträge „Die Wolken – lesen lernen…“ sowie „Der Himmel – Farben und Formen richtig interpretieren“.

(Text + Bild, alle Rechte: Dr. Martin Gudd)
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Mischwolken

M

Mischwolken

Mischwolken bestehen in der Regel gleichzeitig aus (unterkühlten) Wassertröpfchen sowie aus Eiskristallen. Mischwolken kommen bei Temperaturen etwa zwischen -10°C und -35°C vor. Hierzu gehören vor allem Wolken des mittleren Stockwerks (insbesondere Altostratus) sowie Wolken mit großer vertikaler Erstreckung (Nimbostratus und Cumulonimbus). Mischwolken sind in den mittleren Breiten die Hauptlieferanten für Niederschlag. Hier wachsen die Eiskristalle an, fallen ab einer bestimmten Größe aufgrund ihres Eigengewichtes und erreichen schließlich als Regen oder Schnee den Erdboden.

Sie können sich anhand des Aussehens von Altostratus, Nimbostratus und Cumulonimbus Ihre eigene Wettervorhersage zusammenstellen, insbesondere, wenn es um die Vorhersage von Niederschlägen geht. Umfassende Informationen vermitteln Ihnen hier die Seminare/Vorträge „Die Wolken – lesen lernen…“ sowie „Der Himmel – Farben und Formen richtig interpretieren“.

Tipp: Lernen Sie nun die Wolkenfamilien kennen.

 (Text + Bild, alle Rechte: Dr. Martin Gudd)
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