Altostratus opacus

A

Altostratus opacus (As op):

Diese Altostratus-Unterart beschreibt den dicken As. Sonne und Mond sind durch diese Wolke hindurch nicht mehr zu sehen.

Zieht Altostratus opacus heran, kann dies auf unterschiedliche Art und Weise geschehen:
Oft durch Verdickung von As tr, daneben aber auch durch Verdickung von Altocumulus (siehe auch Altostratus altocumulogenitus) sowie durch Ausdünnen von Cumulonimbus– und Nimbostratus-Wolken (siehe auch Altostratus cumulonimbogenitus).

Wenn As op den Himmel überzieht, sieht das normalerweise so aus:

Typischer Altostratus opacus
Typischer Altostratus opacus

Typisch ist das “glatte” Aussehen der Wolkenunterseite, oft mit einer gewissen streifigen Struktur (abwechselnd hellere und dunklere Stellen). Die Wolke erscheint in allen dunkleren Grautönen, manchmal sogar aber auch bläulich-grau.

Altostratus opacus
Altostratus opacus

Dass es sich um eine Wolkenschicht des mittleren Stockwerks handelt, erkennt man oft daran, dass sich oft noch weitere Wolken zwischen As op und dem Erdboden befinden (hier im Bild zu sehen: Altocumulus castellanus).

Altocumulus unter Altostratus opacus
Altocumulus unter Altostratus opacus

Altostratus opacus radiatus

Parallel verlaufende, langgezogene Streifen oder Bänder im As op zeigen die Unterart Altostratus radiatus an (hier: Altostratus opacus radiatus):

Altostratus opacus radiatus
Altostratus opacus radiatus

Das folgende Bild zeigt einen typischen Altostratus opacus radiatus:

Typischer Altostratus radiatus
Typischer Altostratus radiatus

Hinweis: Das oben gezeigte Bild wird auch im neuen, 2017 herausgegebenen Wolkenatlas von der WMO als offizielle Abbildung eines As radiatus verwendet.

Altostratus opacus undulatus

Kleinere Wellen in der Altostratus-Schicht zeigen die Unterart Altostratus undulatus an (hier: Altostratus opacus undulatus).

Altostratus opacus undulatus
Altostratus opacus undulatus

Altostratus opacus mamma

Manchmal entwickeln sich an der Unterseite von As op auch Mamma-Formen (Altostratus mamma):

Altostratus opacus mamma
Altostratus opacus mamma

Hinweis: Das oben gezeigte Bild wird auch im neuen, 2017 herausgegebenen Wolkenatlas von der WMO als offizielle Abbildung eines Altostratus mamma verwendet. Da sich hier die Mamma-Formen noch wellenförmig anordnen, lautet die korrekte Bezeichnung: Altostratus opacus undulatus mamma.

Altostratus opacus virga

Beginnt Niederschlag aus As op zu fallen, so zeigt die Wolkenschicht oft ein netzartiges Aussehen (vergleiche As tr). Das ist die Sonderform “Virga” (siehe auch Altostratus virga):

Altostratus opacus virga
Altostratus opacus virga

Altostratus opacus praecipitatio

Bisweilen erreicht der fallende Niederschlag aus dem As op auch den Erdboden (Sonderform Praecipitatio), ohne dass sich die Wolkenschicht zuvor in Nimbostratus umgewandelt hat (s. unten). Das folgende Bild zeigt einen solchen Altostratus opacus praecipitatio (im Bild oben teilweise von Ac op verdeckt). Siehe hierzu auch den eigenen Eintrag über Altostratus praecipitatio. – Gleichzeitig sind im Bild unten rechts Wolkenfetzen zu sehen (Pannus), die sich aufgrund des Niederschlags gebildet haben. Damit handelt es sich zudem um Altostratus opacus praecipitatio pannus. Siehe hierzu auch den eigenen Eintrag über Altostratus pannus.

Altostratus opacus praecipitatio
Altostratus opacus praecipitatio

Altostratus und Übergang in Nimbostratus

Wenn As op dicker und mächtiger wird, geht er meist in Nimbostratus über. Die Wolkenschicht kommt tiefer und verliert beim Übergang zu Ns ihre streifigen Strukturen an ihrer Unterseite. Die gesamte Wolkenschicht erscheint mächtiger und zunehmend strukturlos und diffus.

Die folgenden Bilder zeigen den Übergang von  As op in Ns:

Altostratus opacus in Übergang zu Nimbostratus
Altostratus opacus in Übergang zu Nimbostratus
Nimbostratus, aus Altostratus opacus entstanden
Nimbostratus, aus Altostratus opacus entstanden

Solange noch Strukturen an der Unterseite der Wolkenschicht zu erkennen sind, handelt es sich um As op. Erscheint die Wolkenschicht hingegen diffus, mächtig und strukturlos, handelt es sich um Ns. Meist ist mit dem Übergang zu Ns auch unmittelbar schlechtes Wetter verbunden, es fängt an zu regnen oder zu schneien.

Insider-Tipp: Der Übergang von As op zu Nimbostratus ist ein unmittelbarer Schlechtwetter-Anzeiger. Das Wetter wird dabei umso schlechter, je strukturloser die beiden Wolkenschichten erscheinen, und je schneller dieser Übergang erfolgt.

Umfassende Informationen vermitteln Ihnen hierzu die Seminare/Vorträge „Die Wolken – lesen lernen…“ sowie „Der Himmel – Farben und Formen richtig interpretieren“.

(Text + Bild, alle Rechte: Dr. Martin Gudd)
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